Posts by Schallbert

    Moin.

    Hmm, sowas sind blöde Fehler, bei denen man von außen kaum hilfreiche Tipps geben kann. Die üblichen Verdächtigen:


    1. Prüfe deine gesamte Anlage, ob Schutzleiterdurchgang besteht inkl. Maschine, Steuerung, Controller-Boards, Absaugung und antistatischer Schläuche.

    2. Der Anschluss Laptop-Controller: die beiden Komponenten verbindet nur ein Ethernet-Kabel, richtig?

    3. Sind wirklich alle Schraubklemmen am 5A-4 fest? Keine Leitung lässt sich rausziehen?

    4. IP-Adresse auf deinem Laptop ist wirklich fest eingestellt und kein DHCP oder Proxy vorgegeben?

    5. Gerade bei Motoranlauf werden sehr hohe Ströme aus dem Netz bezogen. Ist deine Energieversorgung stabil, sodass du keine Spannungseinbrüche hast die zu den Störungen führen können? Ich schalte z.B. niemals Spindel, Absaugung und Vakuumpumpe gleichzeitig ein immer schön der Reihe nach mit ein paar Sekunden dazwischen.


    Grüße

    schallbert

    Hi Forum,


    ich habe ein 10mm starkes Blech aus Edelstahl AISI304 (V2a) zu gravieren.

    Dafür nehme ich einen 60° VHM-Gravurfräser Einschneider mit Beschichtung, 0.4mm Spitzendurchmesser und 6mm Schaft.


    Kühlen kann ich nur mit ein bisschen Ballistol oder etwas Wasser. Also muss die Wärme in den Span.

    Meint ihr, F1200 S30000 Z-0.1 sind OK?


    Läge dann bei knapp 60m/min Schnittgeschwindigkeit. Weiß aber nicht, ob der Fräser das mitmacht und ob die Gravurqualität OK wird.

    Kann leider nix ausprobieren, habe also nur einen Versuch.


    Gruß

    schallbert

    Moin TiCiPieIPi


    Habe mir jetzt extra mal 5.31 installiert, M60 am Ende eines beliebigen Jobs eingefügt und die Nesting-Funktion angeworfen. Ungewohnt für mich, dass die ganzen G5x-Offsets nicht gehen und dass man das Nesting quasi per G92-Offset einstellt.


    Ich kann dein Problem jetzt reproduzieren. Auch bei mir geht die Spindel zwischen den Jobs aus. Du kannst also beruhigt den EdingCNC-Service kontaktieren :)


    Falls du das Problem ohne EdingCNC lösen willst, kopiere einfach deinen G-Code ein paar mal untereinaner und füge dazwischen G92-Verschiebungen ein, etwa so:

    Code
    G00 X0 Y0
    G92 X-100 Y0
    G00 X0

    Der hier versetzt dich im Raster um 100mm nach rechts. Hier drunter würde also jetzt die zweite Werkstückbearbeitung folgen, die du da reinkopierst.

    Aber Achtung, am Ende ist dein G92 verstellt und du müsstest den wieder zurücksetzen bevor du weitere Jobs startest.


    Grüße

    schallbert

    Moin.

    Nimm' gern meine Dokumentation zur Hilfe, wo ich ebenfalls von einem Oberfräsmotor auf eine 3-Phasen-Spindel umgestiegen bin.

    https://blog.schallbert.de/pro…hardware/spindle-upgrade/

    Und hier habe ich meine Tests und Inbetriebnahme festgehlaten:

    https://blog.schallbert.de/testing-hardware/


    Begleitvideos:

    Inbetriebnahme

    Schaltschrankbau


    Ich hatte allerdings einen i570-mx2 von Omron und die MIDI-Steuerung, an deren FU-Relais ich einfach die EN-Kontakte legen konnte; schaue dir dafür die Stromlaufpläne im Blog an. Türkontakte hatte ich nicht in Verwendung. Den Spindel-Alarm schleifst du in deinen Not-Aus Kreis ein, sodass der die Maschine anhalten kann. Hoffe, das hilft dir schon einmal weiter.


    Gruß

    schallbert

    Moin.

    Laut LinuxCNC ist das Verhalten mit M60 ähnlich zur einfachen Pause M00, nur dass Spindel und Kühlung etc. eingeschaltet bleiben. EdingCNC schreibt im Handbuch:

    Quote

    "Das Programm muss mit M30 enden, sonst funktioniert die Verschachtelung nicht. Verwenden Sie M60 anstelle von M30, wenn die Spindel zwischen den Werkstücken nicht anhalten soll."

    Genau so funktioniert das bei mir auch, habe das mal mit EdingCNC5.00 nachgestellt.

    pasted-from-clipboard.png


    Bist du sicher, dass du kein M05/M06 in deinem Code hast, was dir vor dem M60 die Spindel ausschaltet?


    Grüße

    schallbert

    Lässt sich also festhalten, dass Dremel seinem Sortiment keine Hartmetallbohrer zugibt...


    Habe jetzt meinen 6mm VHM-Fräser genommen. Der ist TiN-beschichtet und hat eine 0.2mm 45°Fase. Werte: S10600 F880 Z-0.18(v200m/min, Fz0.04mm) . Ich fräse komplett trocken. Ergebnis ist super. Gebe nur ganz wenig Tiefenzustellung, fahre dafür aber recht flott. Fräser wird kaum handwarm. vhm-steel-6mm.jpgcase-slots-chips.jpg


    Die Kanten sind hochglänzend und glatt.

    case-slots-clean.jpgcase-slotted-illum.jpg

    So habe ich jetzt zwar nicht das schöne Lochmuster wie unten, die Schlitze gehen optisch finde ich aber auch in Ordnung.


    Blogartikel-update folgt hier: Stahl auf der Hobbymaschine fräsen


    Video: Stahl fräsern auf Makertube

    Moin ihr alle!


    Ich habe jetzt mal versucht, ein paar zusätzliche Lüftungslöcher für ein Gehäuse anzufertigen. War zu faul, den Akkuschrauber zu schwingen und habe mir kurzerhand ein Bohrmuster für die CNC gemacht.


    Bohrmuster-cad.jpg


    Daten: T1/8" Bohrer, S17000 F470 Z+0.2, Material: SECC-Stahlblech 0.8mm. Rückzug 0.5mm nach jedem Vorschub. Kühlen mit etwas Rapsöl.

    Hatte keinen speziellen Bohrer da und so musste ich mich aus dem Original Dremel(R)-Sortiment bedienen.


    Ergebnis: 3/133 Löcher gebohrt, 3 weitere angekratzt. Dem Bohrer fehlt nun die Spitze. Die ist einfach weg. Abgenutzt nach drei Löchern.


    dremel-bohrer.jpgIMG_20251215_134055_autoscaled.jpg


    Nun die Fragen: Falsche Parameter? Falsches Werkzeug?

    Kriege ich das vor Weihnachten noch fertig? =O


    Schöne Grüße

    Schallbert

    Sieht fein aus!


    Möbelbau für Camper?

    Nutzt du auch diese anti-Fingerprint-Beschichtung?


    Weißt du zufälligerweise, warum "so langsam" vorgegangen werden muss um dem Fräser eine längere Standzeit zu gönnen? Schruppst du auch mit Spanbrecher und schlichtest nach oder gehst du in einem durch (Zeit sparen)? Machst du keine Fase an die Kanten?


    Gruß

    schallbert

    Moin ihr!


    Hier mein erster Artikel zum Thema CNC nach der Sommerpause. Es geht um "passtdas":

    https://blog.schallbert.de/passtdas/


    passtdas ist ein kleines Programm, was cnc-Dateien einliest und die Werkstückgrenzen ermittelt. Daraus baut es dann eine neue G-Code Datei, welche auf der CNC eingespielt werden kann und die dann die Grenzen abfährt mit Pausen dazwischen. So kann man sichergehen, dass das Werkstück auf den Rohling passt und alles richtig positioniert ist.


    Ist noch im Prototypenstatium und mit Vorsicht zu genießen - vielleicht mag es ja trotzdem mal jemand von euch ausprobieren und mir Rückmeldung geben :)

    Ich mache hier bald noch ein Video davon rein, damit man sich die Funktion besser vorstellen kann.


    Grüße

    schallbert

    Hast du das mit der Radial Absaugung um den Fräser selbst auch gemacht? Hättest du da vielleicht ein Foto?

    spanschutz.jpg


    Na ja, so halb. Um das auszuprobieren hab ich mir einen Zylinder aus Acrylglas geschnappt (D200mm) und davon ein Segment abgesägt. Dann habe ich die Form der Z-Achse so herausgeschnitten, dass man sie bündig in die Nuten der Alu-Aufnahme an der Seite einstecken kann. Von der Seite habe dann den Saugschlauch eingebracht. Das erzeugt dann einen Wirbel. Anfangs hatte ich oben eine Acrylglasabdeckung drauf mit Ausschnitt für den Fräsmotor, später aber ein einfaches Staubtuch für bessere Luftzufuhr. War ein ziemliches Gebastel und um das ordentlich zu machen hätte ich einfach noch mehr Zeit ins Design stecken müssen.


    Ich glaube beim Umsäumen von Teilen kommt aber jede Absaugung an Grenzen. Wenn du z.B. 19mm Multiplex zum Fräsen liegen hast kriegst du den Höhenunterschied zwischen Platte und Fräsbett halt schwer dicht.


    Gruß

    Schallbert

    Hi Ashes Vargrand ,

    Da gibt es zwei Möglichkeiten: Absaugung oder Komplettumhausung.

    Eine perfekte Absaugung ist jedoch im Hobbybereich schwer zu kaufen. Du baust dir da idealerweise einen "schwimmend" gelagerten Absaugschuh, der die Kontur deines Werkstücks mitfährt. Wenn du wirklich alle Späne erwischen willst, saugst du zudem radial ab, sodass die Späne in einem Luftwirbel um den Fräser gefangen sind (3D-Druckteil?). Wenn du einen handelsüblichen Staubsauger nimmst, lohnt sich ein Spanabschreider (Zyklon).


    Geht aber alles, auch im Wohnzimmer!


    Gruß

    Schallbert

    Du bleibst uns doch aber erhalten, hier im Forum??

    Klar bleibe ich das! Habe auch schon die nächsten Ideen in der Pipeline: HPL-bedecktes Multiplex für Gravuren und Carves. Probiere ich in den kommenden Wochen mal mit herum. Ich finde die Farben schon echt edel.

    20250705_125910_autoscaled.jpg

    Was sollte die Nächste werden?

    Wenn ich jetzt nach 3,5 Jahren zurück blicke würd ich für meine Kleinteile und Prototyping eine CL0403 kaufen (Rastervakuumtisch, Drehschieberpumpe) und für die Holzarbeiten die ich im Moment plane hätte ich am liebsten 1,25m*0.6m Bearbeitungsfläche (Vakuumtisch, Seitenkanalverdichter) - vielleicht eine modifizierte Alu-Line?

    Zeitproblem...

    Jep, das habe ich auch. Sonst würd ich dreimal soviel an der Maschine stehen 8)


    Grüße

    Schallbert

    Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiede ich mich heute von meiner geliehenen Hobbyline :);(


    Sie ist meine "Wohnzimmermaschine" und hat mich jetzt fast anderthalb Jahre begleitet. Sie ist rund 2km gelaufen und hat in der Zeit 226 Jobs hinter sich gebracht. Sie ist also quasi noch neu.

    Sie war immer zuverlässig und mit Eding5, einem selbstgebauten Spanschutz und Arbeitslicht, und kann durchaus zügig betrieben werden. Doch in einer Werkstatt wäre sie besser aufgehoben als in meinem Wohnzimmer - daher geht sie zurück.


    die-hobbyline-geht.jpg


    Mit ihr entstanden mehrere Videos:

    Halbtonbilder Ascii-Art fräsen (Saturn)

    Mehrfarbige Gravuren als Carves (Waldbrandbild)

    Maschinentuning Hobbyline 3045

    Zusammenbau MINI-Steuerung


    Und einige Blog-Artikel:

    G-Code tuning

    Kinematic-Tuning (Hobbyline 3045)

    CNC-Software-Tuning (EdingCNC)

    Mehrfarbgravuren (Waldbrandbild)

    Dibond fräsen: Punktbilder


    Ich hatte sie sogar mit auf einer Messe: Der Maker Faire Ruhr 2024.

    Das meiste hiervon kann auch in diesem Forum nachgelesen werden.


    Wer sie auch immer als nächstes nutzt: Sie ist meiner Meinung nach perfekt ausgestattet. Der 700W-Motor reicht vollkommen und die Schaltbox ist eine sinnvolle Erweiterung. Der Lüfter des MINI-Steuerung list so umgebaut, dass er nur bei Betrieb der Spindel läuft. Durch die Alu-TNut-Platte und die kleine Größe ist sie richtig stabil. Überragend stabil für die Preisklasse.


    Sollte ich es doch irgendwann mal schaffen, in meiner Nähe eine Werkstatt organisiert zu kriegen, stelle ich auf jeden Fall wieder eine Sorotec-Maschine da rein.

    Im Wortsinne:


    Auf Wiedersehen!

    Schallbert

    Hi.

    Wie groß sind die Kärtchen? 0.05mm kann herausfordernd sein, weil du dann über die Größe der Karte eine wirklich ebene Fläche brauchst. Welche Maße haben die Karten?


    Ich hatte ebenfalls krumme Platten, als ich Dibond (3mm Stärke!) mit etwas Doppelklebeband befestigen und nach dem Fräsen wieder lösen wollte.


    Mein Tipp : Nimm' dir etwas Möbelrückwand beschichtet (3mm MDF) in der Größe deiner Vakuumplatte. Klebe die seitlichen Kanten mit Tape ab (damit hast du keinen Druckverlust am Rand). Fräse dir dann die Umrisse der Kärtchen +0.1mm Toleranz rein, also durch die Beschichtung durch z.B. 0.5mm tief, und füge eine Griffmulde hinzu, damit du die Kärtchen danach wieder heraus bekommst.


    Dann hast du eine Schablone, die vor Verrutschen sichert. Außerdem ist sie dort wo das Kärtchen eingelegt wird total plan zur Z-Achse deiner Maschine. Zudem ist MDF luftdurchlässig, sodass der Vakuumdruck auf der Fläche des Kärtchens konzentriert wird. Damit solltest du das Problem von verbogenen Kärtchen los sein.


    Hintergrund zum Arbeiten mit MDF auf dem Vakuumtisch: https://blog.schallbert.de/vac…amping/#vakuumspannsystem


    Viel Spaß beim Ausprobieren

    Schallbert

    Hi Matze.


    Je nachdem was du da für eine Legierung hast, neigt die eventuell zum Schmieren. Du benötigst also möglichst scharfe (neue) Stichel. Meiner Erfahrung nach werden die Kanten am saubersten im Gegenlauf. S24000 F1000 sind denke ich ein guter Startwert, Gravurtiefe 0.1mm oder 0.15mm. Ein bisschen Ballistol auf dem Werkstück schadet nicht.


    Ich bin aber selbst kein Experte auf dem Gebiet und war mit meinen Gravuren in AlMg1 nie besonders zufrieden.


    Hintergründe siehe

    https://blog.schallbert.de/cut-dibond-tests/

    https://blog.schallbert.de/halftone-cnc/


    Grüße

    Schallbert